Der systemische Ansatz -                                in der Paartherapie, Familientherapie oder Psychotherapie mit Einzelnen

 

Der systemische Ansatz sieht nicht den isolierten Menschen allein im Mittelpunkt, sondern betrachtet das ganze

System, in dem er sich bewegt (z.B. die Paarbeziehung, die Familie, das Arbeitsteam)

– einschließlich Subsystemen und den Beziehungen, die untereinander bestehen.

 

Im systemischen Ansatz geht man davon aus, dass verschiedene Wirklichkeiten existieren und es nicht nur eine

»richtige« Wirklichkeit gibt. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Muster, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens

im Rahmen seiner Wirklichkeit entwickelt und die Auswirkungen, die diese individuellen Anschauungsweisen auf die bestehenden sozialen Beziehungen eines Systems haben - und umgekehrt, werden wechselweise betrachtet.

 

Grundsätzlich wird von dem Gedanken ausgegangen, dass das Verhalten der einzelnen Mitglieder eines Systems

(Beziehungspartner, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, Arbeitskollegen etc.) das Beziehungsgefüge des ganzen Systems bestimmt.

Das Hauptaugenmerk der Systemischen Therapie richtet sich daher auf das, was sich zwischen den einzelnen Systemmitgliedern abspielt und wie diese miteinander umgehen. 

 

Ist die Familienbalance gestört, dann wird häufig nur ein Familienmitglied »auffällig«.

Meist sind es die Kinder, die Verhaltensstörungen zeigen und so auf Störungen im System verweisen.

In diesem Fall sind sie die sogenannten »Symptomträger«, die durch ihre Symptome das gesamte System beschäftigen.

 

Der Mensch wird im systemischen Ansatz nicht von seinen Defekten her betrachtet, sondern von seinen Fähigkeiten

und Ressourcen - die selbst in problematischen Verhaltensweisen, wenn auch verdeckt, zum Ausdruck kommen.

In der Systemischen Therapie werden die Probleme und Symptome der Systemmitglieder dementsprechend neu interpretiert und als positiv und stabilisierend herausgestellt.


Damit diese Probleme aber dauerhaft überflüssig werden, macht man in den Therapiesitzungen zu starre oder zu

diffuse Grenzen erfahrbar und einseitige Bündnisse werden enthüllt. Umgelenkte Konflikte, krankmachende Zuschreibungen, Machtkämpfe und komplizierte Beziehungsgeflechte werden aufgedeckt.

Dadurch werden die gewohnten Kommunikationsformen und Verhaltensweisen in Frage gestellt und es wird zum Umlernen und Sich-Neu-Arrangieren angeregt.

 

Körperpsychotherapie Berlin

 

Die Körperpsychotherapie geht auf die Forschung von Wilhelm Reich zurück.

Er ging davon aus, dass sich unterdrückte und verdrängte Gefühle auch körperlich repräsentieren und zwar in der Körperhaltung und in muskulären und vegetativen Verspannungen.

 

In der Körperpsychotherapie richte ich den Fokus neben der verbalen, biografischen Aufarbeitung von Schlüsselszenen des bisherigen Lebens insbesondere auf die Wahrnehmung von Körperempfindungen, den Körperausdruck, die Körperkommunikation und im besonderen Maße auf die Atmung.

Gerade durch bestimmte Atemübungen lassen sich zurückgehaltene, unterdrückte Gefühle reaktivieren, was zu einer neuen Freiheit im subjektiven Körper-Erleben führen kann.

 

In meiner gesamten Arbeit richte ich meine Aufmerksamkeit auf das Auflösen von Blockaden hin zum Zulassen von Gefühlen. Meine Erfahrung zeigt, dass sich gerade hierbei eine Konzentration auf einen frei fließenden Atem als Schlüssel erweist.